StudiVZ und der liebe Gewinn?

Mal wieder StudiVZ, mal wieder eine grosse Ankündigung. Dieses Mal hat man sich offenbar gar nicht erst vorgenommen, im nächsten Jahr satt profitabel zu sein. 2009 plant immerhin “keine Verluste” mehr zu machen. Aber 2010 soll es dann richtig klingeln im Beutel.

Kennen wir das nicht schon? Na, klar. Diese Ankündigungen scheinen zur Standardagenda jedes neuen CEOs zu gehören.

Und wie sieht die Realität aus?

Im laufenden Jahr erwirtschaftet man bei einem Umsatz von 10 Millionen einen Verlust von 10 Millionen. Applaus! Das alte Modell: Einen Euro einnehmen, zwei ausgeben. Das funktioniert immer wieder. Zumindest solange bis die Kasse leer ist ;-)

Quelle: Wiwo.de

Tags:

13 Kommentare »

  1. avatar
    David schrieb:
    02.12.2008 um 21:35
    comment-top

    Ich verstehe nun wirklich nicht was daran so schwer ist Studivz zu vermarkten. Klar erhält man keine 20 Euro / TKP Fullsize Banner, aber bei den Visits & PI sollte mehr drin sein.

    StudiVZ, etc. geht sicherlich bald an Facebook weil es Holtzbrinck nicht gebacken bekommt ;)

    comment-bottom
  2. avatar comment-top

    So? Also bei 6 Mrd. PI und 1400 PI / User würde ich mir auch nicht zutrauen, mehr als ein paar Cent TKP – auf die Gesamtreichweite gerechnet – zu erlösen.

    Und das sind dann eben die 10 Mio. pro Jahr, die sie im Moment machen.

    Ich denke, man muss sich einfach von dem Denken trennen, dass die Social Networks “riesig” sind. Das sind ein paar Mio. Menschen, ja.

    Aber mehr als ein paar Kontakte pro User lassen sich kaum seriös verkaufen. Und selbst dann ist es immer noch eine Commuity (User im Spassmode).

    Aber das haben wir ja alles schon zig mal durchgekaut. Ich sehe da keinen Markt. Wenn die User nicht bezahlen, wird auch Facebook auf Dauer nicht tragbar sein.

    comment-bottom
  3. avatar comment-top

    Naja, es sind immerhin 160 Mio. Visits / Monat und natürlich 12 Mio. Nutzer. Es muss einfach mal radikal umgedacht werden. Die Werbung bei studivz ist derzeit noch lächerlich gering im Gegensatz zu anderen Portalen. Das Targeting ist ebenfalls lachhaft, wenn bei mir dort Frauenportale beworben werden.

    StudiVZ ließe sich auch ohne Premiumaccounts profitabel betreiben, dabei bleibe ich.

    Mal als Beispiel: Nichts funktioniert. TKP Buchungen, etc. laufen nicht und werden nicht gebucht. Die Vermarktung ist nahezu Unmöglich (aktueller Stand / Meinungen). Wieso dann nicht konsequent sein? = Nutzerprofilvermarktung = Targeting nach Profilen!

    Natürlich werden Datenschützer schreien, Nutzer weinen, und Mitglieder verschwinden. Doch mehr als HÖCHSTENS 10% der Nutzer würde dies auch nicht kosten, wenn überhaupt und mit den restlichen 90% ließe sich endlich richtig Geld verdienen.

    Dazu ist Studivz noch lange nicht auf einem hohen Niveau der Technik, etc… ein Magazin ließe sich einbauen, welches sich excellent vermarkten ließe usw. usw. da gibt es so viele Ansätze…

    Trotz Social Network sollte man sich ggf. ein Beispiel an Communitys wie jappy.de, spin.de oder kwick.de nehmen (k.A. ob / welches davon profitabel ist!).

    comment-bottom
  4. avatar comment-top

    > natürlich 12 Mio. Nutzer

    Sagt wer?

    Mein Account, den man – wegen nicht Anerkennung der AGB – schon x-mal löschen wollte, dabei? Die quasi Dopplung StudiVZ -> MeinVZ?

    Das ist doch alles Augenwischerei!

    Profilvermarktung? Viel Spass! Haben wir alles schon vor Jahren getestet. Die User sind im fun-mode. Da kannst noch so genau targeten. Da wird nix verkauft.

    Probiers selbst! Buch bei Facebook / MySpace und versuch mal mit CPX hohe TKPs zu erlösen. Ich kann Dir jetzt schon verraten, dass es Dir nicht gelingen wird.

    comment-bottom
  5. avatar comment-top

    “> natürlich 12 Mio. Nutzer

    Sagt wer? ”

    Die StudiVZ Ltd. ;-) ) – Okay, dann sind es eben 9 oder 10 Mio. Profile, schickt, oder?

    Und Augenwischerei, naja.. die Aktivität ist m.W. nach sehr hoch bei StudiVZ… höher als bei den meisten Foren, die ich so kenne ;)

    “Die quasi Dopplung StudiVZ -> MeinVZ?”

    Sind das nicht eher Doppelaccount von SchuelerVZ -> MeinVZ / StudiVZ, da sich diese nicht verbinden lassen?! Auch egal! 9-10 Mio. werden es schon sein.

    Mal weiter:

    Beispielsweise brands4friends hat seinen “Erfolg” / Userzahlen durch Social Networks wie Studivz zu verdanken. Zur not muss man halt die Nutzer aus Studivz zu Portalen locken, welche sich vermarkten lassen (Magazin / Nachrichten) oder direkt Cash bringen (= Verkauf = brands4friends).

    News von Prominenten würden auch auf studivz, etc. geklickt werden. Ein Portal wie bspw. zoomer.de ließe sich wunderbar mit Traffic zuballern und zoomer ließe sich auch vermarkten.

    Mir fällt dazu noch so viel ein… einfach aus dem Social Network gleichzeitig auch ein Portal / News / Magazin machen und schon sieht das ganze anders aus…

    ———–

    Kann man bei myspace / facebook direkt auf Profile buchen? Auf Interessen? Hatte Facebook dies nicht auch wieder eingestellt nachdem sehr viele Nutzer gemeckert hatten?

    Und zu dem “Die User sind im fun-mode.”

    Ich kenne einige die täglich mehrere Stunden auf derartigen Social Networks surfen. Wenn da etwas beworben werden würde, was sie wirklich anspricht, würden sie auch darauf anspringen. Denn auch beim “Freunde checken” und “Fotos begaffen” wird es langweilig… es fehlt nur die richtige Werbung… denn zu erdbeerlounge möchte keineR, den ich kenne ;-) )

    comment-bottom
  6. avatar comment-top

    Das “Rüberziehen” auf Informationsangebot ist uneffektiv. Man kann die User billiger einkaufen, als extra ein Angebot zu betreiben, aus dem man einen Teil rüberzieht.

    Was sich in der Theorie gut anhört, funktioniert in der Praxis halt nicht immer. Und zu dem Thema kann ich nun wirklich sagen: Hab ich ausprobiert.

    Wenn Du das mit dem “fun mode” nicht glaubst, probier es aus! Bei FB und MS kannst Du sehr gut targeten.

    comment-bottom
  7. avatar comment-top

    Selbstverständlich kann man die User günstiger einkaufen. Aber wenn man schon mal 10 Mio. hat, wieso dann nicht??

    Meine Kernaussage bleibt bestehen: StudiVZ lässt sich profitiabel betreiben! Und das auch ohne Premiumaccounts.

    “Wenn Du das mit dem “fun mode” nicht glaubst, probier es aus! Bei FB und MS kannst Du sehr gut targeten.”

    Ich werde es mir mal anschauen :)

    comment-bottom
  8. avatar comment-top

    > Selbstverständlich kann man die User
    > günstiger einkaufen. Aber wenn man schon mal
    > 10 Mio. hat, wieso dann nicht??

    Weil es nicht profitabel ist? Wenn ich User bei Google für 0,05 Euro einkaufen kann. Und mit StudiVZ Kosten von > 0,05 Euro pro umgeleitete User habe, ist das defacto unprofitabel. So wie die Steinkohlejungs im Pott ;-)

    Erzeugungskosten > Marktpreis

    Oder noch anders – weil es vielleicht einfacher zu verstehen ist. Brands4Friends würde vielleicht 0,10 Euro pro Click zahlen. Und auf der Basis kannst Du Dir sicher vorstellen, dass die aktuellen 10 Mio. Einnahmen noch ein El Dorado sind.

    > StudiVZ lässt sich profitiabel betreiben

    Ja, klar. Aber im Gegensatz zu Dir sind die anderen alle zu doof dazu. Mhh…. warum hast Du eigentlich kein riesiges Internet Business?

    comment-bottom
  9. avatar comment-top

    Du glaubst also das sich StudiVZ, Lokalisten, wer-kennt-wen, facebook, etc. NICHT ohne Premiumaccount profitabel betreiben lassen?

    Wetten?

    “Ja, klar. Aber im Gegensatz zu Dir sind die anderen alle zu doof dazu.”

    Das Gefühl plagt mich durchgehend ;) .

    “warum hast Du eigentlich kein riesiges Internet Business?”

    Eine Große Jugendsünde…

    comment-bottom
  10. avatar comment-top

    > Wetten?

    Och. An meine Wetten erinnert sich eh nie jemand. Das langweilt mich inzwischen sehr. Ich hab eh recht. So what?

    > Eine Große Jugendsünde…

    Mhhh… Du hattest Deine Finger in einem Markt, bei dem man damals eigentlich alles falsch machen konnte und trotzdem fette Profite eingefahren hat.

    Und jetzt sprichst Du über einen Markt, wo die grossen Player reihenweise auf leere Konten zufahren und niemand einen Plan hat, wie man es finanzieren soll.

    Da ist für mich einfach ein Missverhältnis, das die Statements schnell nach Besserwisserei aussehen lässt.

    Die “Rezepte” (Contentangebot -> User umleiten) hört man immer wieder. Die muss man aber nicht mal ausprobieren, um zu wissen, dass es Schwachsinn ist.

    comment-bottom
  11. avatar comment-top

    “> Wetten?

    Och. An meine Wetten erinnert sich eh nie jemand. Das langweilt mich inzwischen sehr. Ich hab eh recht. So what?”

    Damit meinst du sicherlich die Wette wie “Dialer via DSL”. Wo DU der Meinung bist das alle meinten das diese über die Telefonleitung laufen und die anderen (Ich) quasi das IpPayment wie es von t-online bei videoload.de angeboten wird? – Wir sollten halt die “Regeln” klar definieren :)

    “Mhhh… Du hattest Deine Finger in einem Markt, bei dem man damals eigentlich alles falsch machen konnte und trotzdem fette Profite eingefahren hat.”

    Sicher das DU da richtig informiert bist? Die Umstände bei mir waren mmmh… das würde den Rahmen sprengen ;) . Aber ICH kann dir sagen, dass damals SEHR VIELE richtig auf die Schnautze gefallen sind. Und einige auch viele hunderttausende verloren haben…

    Ich kann dir jedenfalls sagen das ich seit damals einiges gelernt habe. Und das ich in der letzten Zeit sehr selten mit meinen Annahmen falsch lag und die Sachen so funktionieren, wie ich sie mir denke.

    “Die “Rezepte” (Contentangebot -> User umleiten) hört man immer wieder. Die muss man aber nicht mal ausprobieren, um zu wissen, dass es Schwachsinn ist.”

    Darauf haben wir uns nun irgendwie festgefahren. Mein “Erfolgsrezept” ist selbstverständlich nicht auf studivz Werbung für zoomer.de einzublenden, auf zooomer einen TKP von 20 Euro zu verlangen und so profitabel zu werden.

    Integration ist besser als weiterleiten. StudiVZ bieten doch nichts außer ein bisschen Technik, welche zudem miserabel ist und anscheinend nur aufwändig ist, weil sie bei zich Millionen Mitgliedern standhalten muss.

    comment-bottom
  12. avatar comment-top

    @David:
    Glaube Basti einfach mal, dass Du Community- Usern im “Fun Mode” nix verkaufen kannst.

    Das weiß ich schon seit 10 Jahren, als ich Chatseiten betrieben habe. Schon damals hatte sich niemand für die Werbung interessiert.

    Das wurde mir bestätigt, als ich vor ein paar Monaten testweise Werbung auf Communityseiten zum TKP gebucht hatte (über Google Adsense). Selbst TKP 0,2€ konnte ich nicht refinanzieren…

    Wenn Du es immer noch nicht glaubst, dann buche mal selber Werbung auf facebook etc. ;-) .

    comment-bottom
  13. avatar comment-top

    “Wenn Du es immer noch nicht glaubst, dann buche mal selber Werbung auf facebook etc. ;-) .”

    Werde ich testen.

    Dazu sei allerdings noch gesagt: Die Möglichkeiten bei Facebook, Myspace, etc. sind m.E. nach sehr eingeschränkt. Als Betreiber eines eigenen Social Networks, wie bspw. StudiVZ, hätte man ja ganz andere Möglichkeiten und kann nicht nur ein Banner auf eine Zielgruppe einbuchen.

    comment-bottom

RSS feed für Kommentare auf diesen Beitrag. TrackBack URL

Dein Kommentar: