Wir erinnern uns – Axel Schmiegelow und auch Ibo hatten immer wieder betont, dass Sevenload “als Unternehmen” schon profitabel ist. Im Interview (26.04.2007) mit Business-On spricht Axel Schmiegelow sogar davon, dass die “Schätzzahlen” der FTD von 130 Mio. Euro Umsatz und 10 Mio. Euro Gewinn sehr nahe an der Realität liegen:
Die Company ist heute schon profitabel und wird mit schon über 30 Mitarbeitern die von Ihnen zitierten Erwartungen, die nicht ganz korrekt aber nah an der Realität sind, für dieses und das nächste Jahr voraussichtlich erfüllen – basierend auf bereits abgeschlossenen Verträgen.
… und jetzt schaut Euch bitte mal die 2007er Bilanz bei E-Bundesanzeiger an und sagt mir, was da nicht stimmt!
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19.01.2009 um 15:47
Der absolute Zahlenwert für den Gewinn hat sich immerhin im Vergleich zu Vorjahresbilanz verzehnfacht. Und das Vorzeichen ist gleich geblieben
19.01.2009 um 15:51
Tjoa, ich denke meine Klobürste hat von Jahresabschlüssen mehr Ahnung als ich…aber ich sehe da einen Jahresfehlbetrag von knapp 2.4 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2006 waren es “nur” 240.000 Euro. Der Ibo hat seine Zahlen also verzehnfacht.
Als GmbH macht man doch möglichst keine Gewinne hör ich immer, oder? Hey, super, holt die Champusflaschen raus…
19.01.2009 um 23:40
Ich muss mich mit Jahresabschlüssen auch mal auseinandersetzten. “Selbsterklärend” scheinen diese jedenfalls nicht zu sein. Bin meistens ziemlich enttäuscht, wenn ich mir die Zahlen von “Unternehmen” anschaue.
23.01.2009 um 08:55
Naja, so wie die Bilanz ausschaut, wird das Jahr der Entscheidung das Jahr 2009.
Spätestens Ende 2009 ist wieder Zeit für eine Kapitalerhöhung.
23.01.2009 um 12:45
Warum müssen auch alle immer das Ganz grosse Rad drehen, anstatt erst mal profitabel zu wachsen
23.01.2009 um 12:49
@Jan
Naja, ich denke, Sevenload hat – wenn das nicht auf wieder so eine “Übertreibung” war – erstmal genug Kapital:
http://corporate.sevenload.de/sevenload-schliesst-neue-finanzierungsrunde-mit-t-online-venture-fund-ab/
… echte Fakten kriegen wir wohl erst wieder mit der nächsten Bilanz.
Den Denkwerkabschluss fand ich auch eher enttäuschend für die Welle, die da immer geschoben wird.
23.01.2009 um 14:05
@Sebastian:
Bedenklich stimmt mich an der von Dir verlinkten Mitteilung über das VC folgender Passus:
“Beteiligungsprogramm für Mitarbeiter von sevenload gestartet”.
Was soll denn das? Die Mitarbeiter werden evtl. genötigt, Anteile ihres eigenen sehr jungen und auf sehr wackligen Beinen stehenden Start- Up’s zu kaufen.
Jeder Finanzberater rät davon ab, dass Mitarbeiter Unternehmensanteile (erst recht solche von wackligen Start-Up’s) kaufen: Ist das Unternehmen futsch, dann sind Job UND gespartes futsch.
So etwas kommt höchstens für hoch bezahlte Manager in Frage, welche einen Teil ihres Vermögens in das Unternehmen stecken. Aber nicht für Online Marketing Managerinnen, welche auf gute Erträge ihrer Geldanlage angewiesen sind.
23.01.2009 um 14:08
Normalerweise gibt es die Stock Options als Teil des Gehalts. Natürlich ist das auch nur ein “Kauf” durch die Hintertür.
Wenn man motivierte Leute will, ist das keine dumme Idee. Wenn man – wie ich – nicht teilen will, eher nicht
23.01.2009 um 21:41
***Normalerweise gibt es die Stock Options als Teil des Gehalts***
Das ist mir schon klar
. Diese Stock Options machen aber nur bei renomierten Firmen einen Sinn und nicht bei Firmen, die tiefrote Zahlen ohne Aussicht auf Besserung schreiben.
02.02.2009 um 02:57
[...] wenn man das so sagen kann. Die Geschäftsberichte1 2006 und 2007 weisen, wie man auch bei Internetszene.de (in den Kommentaren) konstatiert, darauf hin, dass man bislang zwar Viel gemacht hat, aber eben [...]
28.01.2010 um 18:14
Hallo Sebastian,
ich finde kritisches Bloggen gut. Noch besser ist es, wenn es faktenbasiert ist. Ich hatte im April 2007 (da waren wir 1 jahr alt) gegenüber der FTD bestätigt, dass unsere Bewertung bei der im März 2007 abgeschlossenen Finanzierungsrunde “nahe an” 130 Mio. € war und das von uns eingesammelte Kapital “nahe an” 10 Mio. € lag.
Im e-Bundesanzeiger werden nur Pflichtangaben veröffentlicht, man wird kaum eine Kapitaltransaktion dort vollständig abgebildet sehen. Ich wäre also vorsichtig darin, aus den Veröffentlichungen des Bundesanzeigers Schlüsse zu ziehen.
Wer ein klein darüber nachdenkt, wird sich auch ohne BWL-Studium klar sein, dass es sich nicht um Umsatz und Gewinn gehandelt haben kann.
Was die Profitabilität angeht, haben wir kommuniziert, dass Online Video Ads profitabel betrieben werden können, d.h. einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften. Damals ging die Ansicht um, dass die erzielbaren Werbeerlöse pro 1000 Videostreams noch nicht mal reichen würden, um die Streaming und Hosting-Kosten zu decken.
Das bedeutet noch lange nicht, dass ein Startup im Aufbau als GmbH bereits profitabel ist.
28.01.2010 um 18:22
@axel
Ich zitiere nochmal aus dem oben verlinkten Interview:
“Die Company ist heute schon profitabel …”
und
“… und wird mit schon über 30 Mitarbeitern die von Ihnen zitierten Erwartungen, die nicht ganz korrekt aber nah an der Realität sind, für dieses und das nächste Jahr voraussichtlich erfüllen – basierend auf bereits abgeschlossenen Verträgen.”
zitiert war:
” Die Financial Times Deutschland schreibt über einen „erwarteten“ Umsatz für 2008 von 130 Mio. Euro und einen Gewinn von 10 Mio. Euro”
Da sehe ich wenig Interpretationsspielraum. Also entweder ist das Interview falsch wiedergegeben.
Oder aber der Aussagen sind defintiv falsch.
06.02.2010 um 18:14
Die nackten Zahlen des E-Bundesanzeiger passen bei vielen StartUps sowieso nicht zu den üblichen Jubelmeldungen der gigantischen Umsatzsteigerungen, explodierenden Benutzerzahlen etc..
Bei manchen jetzt veröffentlichten Zahlen von 2008 kann es einem schwindelig werden!
07.02.2010 um 14:53
@michael
Ja, ich hoffe, dass da in diesem Jahr mal einige Kerzen ausgeblasen werden.
Dem Markt würde es jedenfalls helfen, wenn bei einigen unprofitablen Gesellschaften der Stecker gezogen wird.
13.02.2010 um 13:35
@Sebastian
Damit habe ich bei den vielen StartUps ohne Geschäftsmodell schon Ende 2009 gerechnet. Bin auch gespannt was in diesem Jahr so passieren wird.
Wenn bei einigen jetzt die Lichter ausgehen, kann man ja wenigstens die Wirtschaftskrise als Grund vorschieben