Sevenload mit neuen (roten) Zahlen

Das Unternehmen, dass laut Gründer Axel Schmiegelow schon lange profitabel ist, hat beim Bundesanzeiger (http://www.e-bundesanzeiger.de) erneut eine Bilanz mit tiefroten Zahlen eingereicht.

Das liegt jetzt in der Tat sehr nahe an der Schätzung der FTD, nur dass man sich im Vorzeichen geirrt hat ;-)

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16 Kommentare »

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    Axel Schmiegelow hat hier nochmal Stellung genommen:

    http://www.internetszene.de/sevenload-was-ist-das-los/comment-page-1#comment-1625

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    Hi Sebastian,

    wie schon http://bit.ly/aNoQsG klargestellt, haben wir nicht über unser Unternehmen gesprochen, sondern erläutert dass unser Geschäftsmodell an sich profitabel ist, d.h. einen Deckungsbeitrag erwirtschaftet. Das war wichtig, um gegenüber der Medienindustrie zu verdeutlichen, dass digitale Distribution sich lohnt.

    Der von Dir angesprochene Abschluß aus dem Bundesanzeiger ist für Januar bis Dezember 2008, also für unsere jetztige Geschäftslage nicht ausschlaggebend.

    Auch hier wieder: im Bundesanzeiger werden Pflichtangaben veröffentlicht, nicht ein vollständiges Bild aller wirtschaftlichen Gegebenheiten abgegeben.

    Wenn Du konkrete Fragen zu unserem aktuellen Entwicklungsstand hast, beantworte ich sie Dir gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten. Über eine vielleicht kritische, aber sachliche Kommentierung würde ich mich dann freuen.

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    Ich hatte es ja schon unter den anderen Kommentar geschrieben.

    Die Aussage war:
    “Die Company ist heute schon profitabel …”

    http://koeln-bonn.business-on.de/millionen-deal-um-koelner-internet-company-sevenload-de_id11550_seite2.html

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    Ähnliches, wenn auch ein wenig wager, gab es auf Deinem eigenen Blog zu lesen:

    “wir werden das umsatzstärkste Web 2.0 Unternehmen in Deutschland in diesem Jahr und voraussichtlich das einzige, das profitabel ist.”

    http://www.axelschmiegelow.com/2007/08/24/monetization-or-reach-discussion-german/

    Ich war schon damals so frei, von allem Screenshots anzufertigen ;-)

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    > sondern erläutert dass unser Geschäftsmodell an sich profitabel ist, d.h. einen Deckungsbeitrag erwirtschaftet.

    Eine Frage an Axel (oder andere, die das besser verstehen als ich):

    Was bedeutet “an sich profitabel”, wenn in der aktuellen Bilanz ein in Vergleich zum Jahr davor verdreifachter Verlust in Millionenhöhe steht?

    Ist damit gemeint, daß Sevenload profitabel wäre, wenn nur die blöden Kosten für Gehälter und für VC- Kapitaldienst nicht wären?

    Danke für jeden Hinweis.

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    Bei VC haste ja keinen Kapitaldienst. VC ist Eigenkapital und verursacht im Rahmen der Bilanzierung keine Zinslast.

    Sonst würde die Sache noch ganz anders aussehen ;-)

    Ich bin wirklich schon gespannt auf die 2009er Zahlen. Die Burnrate 2008 lässt ja nicht mehr viel Spielraum.

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    @ Olaf:

    Generell ist in unserem Geschäft (wie im TV Geschäft) die Ableitung der wirtschaftlichen Situation aus öffentlichen Bilanzen schwierig, da wir Lizenzrechte erwerben, grösstenteils mit mehrjähriger Laufzeit, und dagegen die Werbeeinnahmen laufen.

    Wennw ir von einem profitablem Geschäftsmodell sprechen, dann beschreiben wir, dass entgegen den landläufigen Meinungen Online Video sich werbefinanziert durchaus mit Marge betreiben lässt, wenn denn die Verwertung der Rechte nach dem richtigen Modell erfolgt.

    In Zahlen bedeutet dies, dass bei 1000 Videostreams ide umgerechneten Stückkosten (pro Tausend Streams) zB bei 0,8 € für Infrastruktur und Hosting, 0,6 € für sonstige Kosten, und zB 2 € für Lizenzen bereits ab einem Netto-TKP 3,4 € pro Tausend Streams ein Deckungsbeitrag erwirtschaftet wird.

    Normale Bannerwerbung wird am Markt mit einem Netto-TKP von 15 – 60 Cent vermarktet, während Online Video Ads einen Netto TKP von 15 € und mehr erwirtschaften. Man kann also unschwer errechnen, dass unser Geschäft sich mit einer Marge von knapp 40% betreiben lässt.

    Das bei einer auch internationalen Expansion die Gesamtkosten aufs Jahr betrachtet höher sein können als die Erträge, liegt ja auf der Hand und diskreditiert ja trotzdem nicht das Geschäftsmoell an sich.

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    @Axel:
    Danke für die Infos.
    > Online Video sich werbefinanziert durchaus mit Marge betreiben lässt, wenn denn die Verwertung der Rechte nach dem richtigen Modell erfolgt.

    Jetzt habe ich es kapiert: “an sich profitabel” bedeutet, daß Sevenload nur dann Geld verdient, wenn die Rechteinhaber zu finanziellen Zugeständnissen bereit sind. Wenn sie nicht darauf eingehen, ist also Feierabend (oder wenn die Werbepreise für Video- Ads einbrechen).

    Ich wünsche Euch weiterhin ein “an sich profitables” Ergebnis!

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    An der – an sich schon sehr amüsanten – Argumentation wundert mich eine Sache.

    Wenn Sevenload tatsächlich nur deshalb nicht profitabel ist, weil man langlaufende Lizenzen erworben hat. Warum sind diese dann nicht bilanziert?

    Die immateriellen Vermögensgegenstände sind 5-stellig.

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    Hallo Sebastian,

    ich habe nicht gesagt, dass

    “Sevenload tatsächlich nur deshalb nicht profitabel ist, weil man langlaufende Lizenzen erworben hat”

    bei aller Offenheit zur Blogosphäre wirst Du mir vielleicht nachsehen, dass ich nicht die Details der Bilanzierung und Wertstellung unserer Rechte in der Öffentlichkeit detailliert erläutern und diskutieren kann. Im deutschen Recht ist das auch eine ganz eigene Angelegenheit.

    Ich glaube es ist fair zu sagen, dass der Sachverhalt komplexer ist, als sich durch einen Blick in den e-Bundesanzeiger erschließt und in einem Blog Post dargestellt werden kann. Das ist dann vielleicht auch ein Anlass, ausgewogener oder vorsichtiger darüber zu berichten.

    Trotz mannigfaltiger Ankündigung unserer anstehenden Bedeutungslosigkeit in Blogs wie Deinem erfreuen wir uns jedenfalls einer wachsenden Bedeutung für den Werbe- und Contentmarkt. Und es ist doch auch mal was Gutes, wenn das einem Startup aus Deutschland gelingt, oder?

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    > Und es ist doch auch mal was Gutes, wenn das
    > einem Startup aus Deutschland gelingt, oder?

    Axel, nimm’s mir nicht übel. Du bist mir persönlich wirklich sympathisch. Aber Deinen Ansichten kann ich mich wirklich nicht anschließen.

    Ich finde das – jetzt nicht auf Sevenload bezogen – schlimm, wenn VC-geschwängerte Unternehmen, die massiv Geld verheizen, viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

    Das wirkt im Markt wie Subventionen.

    Ich sehe das in unserem direkten Wettbewerbsumfeld. Wir haben einige Wettbewerber, die pro Jahr 500.000 – 1.000.000 Euro verheizen und damit Reichweiten generieren, die mit unserer identisch sind.

    Die Umsätze liegen dabei häufig noch unter dem ausgewiesenen Verlust.

    Das ist dann so, als ob ich einen Bäckerladen habe und nebenan gibt es für jedes geschenkte Brötchen noch 10 Cent als Prämie oben drauf ;-)

    Meine Achtung hast Du für Denkwerk. Bei Sevenload gefällt mir allenfalls das Branding und die technische Basis.

    PS: Feature-Request -> das Ablösen das Players in ein eigenes Fenster bei Youtube ist aus meiner Sicht ein ganz wichtiges Feature: http://www.mybasti.de/youtube-videos-im-neuen-fenster-anschauen

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    Olaf schrieb:
    29.01.2010 um 13:54
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    @Sebastian:
    > Meine Achtung hast Du für Denkwerk.

    Ob das so gut ist, Sevenload so nebenbei neben anderen Jobs mit zu führen, weiß ich nicht.
    Eine Erklärung wäre, daß Axel so gut ist, daß ihn Sevenload als GF eingesetzt hat, obwohl er das nur in Teilzeit macht.

    Mich hat Sevenlod leider nicht gefragt, ob ich Ibo’s Job machen möchte ;-) .

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    > Ob das so gut ist

    Als alleiniger Geschäftsführer wäre das sicher nicht gut. Aber das war / ist ja ein Team. Da ist es schon gut, jemanden mit “Draht zum Kunden” im Team zu haben.

    Und wenn ich da Ibos hektisches Geplapper, in dem jeder zweite Artikel falsch ist, mit Axels ausgeglichener Art vergleiche, hätte ich diese Kompetenz auch nicht verzichten wollen.

    > Mich hat Sevenlod leider nicht gefragt

    Leider? Das könnte ich mir wirklich bessere Jobs vorstellen. Ich bin halt lieber Diktator als Kindergärtner ;-)

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    Olaf schrieb:
    29.01.2010 um 14:35
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    @Sebastian:

    >> Mich hat Sevenload leider nicht gefragt
    >Leider? Das könnte ich mir wirklich bessere Jobs vorstellen.

    Immerhin bekommt Axel sicherlich auch in den Jahren eine Vergütung, in denen Sevenload lediglich “an sich profitabel” arbeitet.

    In solchen Jahren würde ich in meiner Firma nichts verdienen. Irgend etwas mache ich im Leben falsch ;-) .

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    Ist sowas für Dich wirklich entscheidend?

    Für mich ist Spaß bei der Arbeit und 100%ige Freiheit, in dem was ich tue, am allermeisten wert. Dahinter treten alle anderen Kriterien zurück.

    Solange ich soviel verdiene, dass ich mir eben diese Freiheit leisten kann, ist der Benefit von “mehr Geld” relativ begrenzt.

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    Schönes Schlusswort Basti. Und darum geh ich jetzt mal den Hof vom an sich gar nicht so kalten Schnee freischaufeln…das macht auch Spaß.

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