Peter Turi beerdigt die Zeitungen

Peter Turi beerdigt die Zeitungen

In epischer Länge hat sich Peter Turi in seinem Blog Update2 zur Zukunft der gedruckten Zeitung ausgelassen. Und die sieht in seinen Augen düster aus. Nicht einmal nostalgische Emotionswaffen des geschwärzten Blätterheeres würden in Zukunft ihre Wirksamkeit entfalten.

Meine 2 Cent: Auch wenn ich selten mit Turi, dem Zweiten einer Meinung bin, kann ich in diesem Fall nur Beifall klatschen. News sind Onlinesache … und noch immer ein Wachstumsmarkt! Und zwar brachial: Erst knapp über 20% der Deutschen informieren sich primär online.

Gerade im schnellen “Ich will nicht verpassen”-News-Überblick sind Onlinezeitungen unschlagbar. Auf Medien wie Spiegel.de, Welt.de und Co. brauche ich 1 Minute und bin über alles Wesentliche informiert. Kostenlos und minutenaktuell.

Überleben wird offline nur, wer mehr bietet als schlichte Informationen. Ich kaufe zum Beispiel nach wie vor den Spiegel. Hintergrundinfos, Kommentare, Reportagen – all das will ich nicht online lesen. Und vermutlich ist es das, was – elektronischen Medien zum trotz – noch lange eine gedruckte Zukunft hat.

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5 Kommentare »

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    Uwe schrieb:
    21.09.2008 um 22:14
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    Hey,
    also hier in London kann ich davon nichts erkennen, hier wird morgens die kostenlose Zeitung Metro gelesen und Nachmittags die LondonLite oder Londonpaper…Jede Zeitung hat eine Auflage von circa einer Millionen Exemplare…Okay, wie soll man sonst die Zeit in der Ubahn,Bus oder dem sonstigen Nachhauseweg verbringen!? Weiss jetzt aber nicht wie das z.B. in anderen großen Städten Deutschlands wie z.B. München oder Berlin aussieht.

    Grüße,
    Uwe

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    Zeitungen und Zeitschriften sind m.E. noch lange nicht tot. Ich lese auch noch diverse Zeitungen & Zeitschriften, es ist einfach schöner als am PC. Und es gibt auch Zeitschriften die durch das Internet leben… die Tomorrow bspw. befasst sich nur mit Internetaffinen Dingen.

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    @david

    Ja, Zeitschriften sind ein anderes Thema (siehe oben) … bezog sich ja nur auf die ganzen DPA-Abdruck-Blätter.

    @uwe

    Das ist natürlich ein Punkt. Wenn die Zeitungen sich nicht wehrlos ergeben, werden sie sicher eine Kernleserschaft wahren können. Der Preis ist z.B. einer der Vorteile der Onlinemedien. Wenn der wegfällt, bleibt nur noch die Schnelligkeit und ist bei U-Bahn-Fahrten zur Arbeit unerheblich.

    Stellt sich die Frage, ob U-Bahn-Fahrer eine genügend grosse Zielgruppe für die Wirtschaftlichkeit einer Zeitung darstellen.

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    Chris schrieb:
    22.09.2008 um 01:51
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    London ist doch aber primär ein Gratisblattmarkt, oder?

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    Meiner Meinung nach werden Zeitungen und Zeitschriften in den kommenden 50 Jahren komplett von der “Bildfläche” verschwinden. Da diese dann durch mobile Einsatzgeräte überall und vor allem durch kostenlosen Zugang ersetzt werden.
    Die komplette Medienlandschaft wird sich ändern.
    Ich selbst kaufe seit gut 10 Jahren keine Zeitung und keine Zeitschrift mehr, bekomme doch alles schon per Internet und viel früher als dies dann auf Papier gedruckt wird.

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