2009: Kein Jahr für Pussy Business

2009: Kein Jahr für Pussy Business

In den letzten Wochen ging es in der Szene recht amüsant zu. Zahlreiche Web 2.0 Startups mussten ihre Pforten hoffentlich für immer schliessen.

Gelernt oder versagt?

Das “Heer der Gescheiterten” scheint sich in zwei Lager zu spalten: Die Einen, die offenbar immer noch im Dampfplauder-Modus unterwegs sind und die Finanzkrise, den bösen Markt oder wahlweise auch die skrupellosen Wettbewerber für das eigene Versagen verantwortlichen machen. Und die Anderen, die die Situation nüchtern analysieren und die Gründe für das Scheitern in eigenen Fehlern suchen.

Wer ein Startup gegen die Wand fährt und weiss warum das passiert ist, ist einen grossen Schritt weiter. Solche Gründern sind beim “zweiten Versuch” meist deutlich erfolgreicher.

2009

… wird für wohl für kaum eine Internet Company ein leichtes Jahr. Ohne das zum “State of the Art” erheben zu wollen, liste ich mal unsere Massnahmen als Reaktion auf das nachlassende Wachstum:

Kosten senken: wir nehmen jede Ausgabe unter die Lupe und streichen alles, was nicht wirklich notwendig ist. 2008 konnten wir auf diese Weise bereits rund 20 Prozent unserer Kosten streichen. 2009 sind weitere 20 Prozent drin.

Kein Dumping: Gerade im letzten Monat hatten wir einige Gespräche, die uns zum Absenken unserer Mindest-TKPs bewegen sollten. Hier ist es von Vorteil, wenn man Alternativen (Adsense, Affiliate-Marketing, Eigenwerbung) hat, die klare Werte generieren. Das spart lästiges “Kobern” und verhilft zu gut argumentierbaren Ansagen.

Big Picture: Solche Phasen sind auch immer eine gute Gelegenheit, die eigene Strategie auf den Prüfstein zu stellen. Bei uns haben sich in den Jahren 2006 und 2007 unbemerkt deutliche Abweichungen von der eigenen Grundstrategie eingeschlichen, die nicht unbedingt vorteilhaft waren. Die Kurskorrektur wird aktuell schnell und radikal umgesetzt.

Neue Erlösquellen: Für mich war es immer wichtig, zusätzlich zum aktuellen operativen Geschäft neue Ideen auszuprobieren und mein Unternehmen diversifizieren. Das hat uns schon in der Phase 2000/2001 vor dem Schlimmsten bewahrt. Damals – 3 Jahre nach unserer Gründung – waren weder Webagenturen noch Börsenportale besonders angesagt. Beides waren für uns wichtige Einnahmequellen, aber zum Glück nicht die einzigen.

Ein bisschen Schmerz ist gut! Was für die Gründerseele Balsam, ist für die Unternehmung langfristig der Tod. Eine “komfortable Situation” führt in den meisten Fällen zu Nachlässigkeit, Kostenexplosion und Trägheit.

2009 ist ein Boot Camp für echte Unternehmer!

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5 Kommentare »

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    Sehr gut, und nun wäre wichtig, wie das Verhältnis Umsatz zu Kosten sich verhalten hat!

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    “Wichtig” ist das nur für uns ;-)

    Unsere Rendite ist in den Jahren 2007/2008 deutlich gesunken. Das liegt aber daran, dass wir im Gegensatz zu 2005/2006 viele neue Portale gestartet haben und die – wie immer – vollständig mit eigenem Geld finanzieren.

    2009/2010 wird es aber ruhiger zugehen und die Umsatzrendite auch wieder steigen ;-)

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    [...] Berliner Unternehmen Softclick hat einen Weg gefunden, die Krise zu

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    Hey, Du bist auf Platz 2 für “Pussy Business”. High-Tension-Traffic! ;-)

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    Sehr schöner Beitrag. Hatte das ganze etwas politisch korrekter unter dem Tag “Cash-Flow is King!” zusammengefasst:

    http://www.bamaru.com/index.php/2009/02/cash-flow-is-king/

    Aber im Grunde geben wir ja den gleichen Gedanken zum besten: null-neun wird sich die Spreu vom Weizen trennen…

    René

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